Mittwoch, 17. Mai 2017

Frau Liese im Doppelpack

Nachdem ich schon diverse 'Frau Fannie' genäht habe, war es an der Zeit, einen neuen Schnitt aus dem Hause Schnittreif auszuprobieren. Meine Wahl fiel auf 'Frau 'Liese'. Da ich mir nicht sicher war, wie die Wickeloptik dieses Shirts an mir aussieht, habe ich zunächst mal eine Probeshirt genäht. Den Stoff hatte ich ursprünglich für meine Töchter gekauft, nun war er gut abgelagert, da sie irgendwann kein Pink mehr tragen wollten.


Da  Shirt No. 1 für gut befunden wurde, hae ich gleich das Zweite zugeschnitten. Dieser Jersey ist viel weicher als der pinke und ich trage das Shirt wirklich gerne und oft.


verlinkt beim 'MeMadeMittwoch'

Samstag, 13. Mai 2017

Alles Drin? Packs Ein!

Die AllesDrin-Tasche von Farbenmix steht schon ewig auf meiner to-Do-Liste, aber ich konnte mich nie für einen Stoff entscheiden. Auch jetzt fiel mir die Entscheidung enorm schwer, aber ich wollte sie endlich mal nähen. Denn ich benötigte dringend eine Tasche, in der auch ein kleiner Einkauf mal Platz hat. Deshalb habe ich die kleinere Variante ohne Boden genäht, die ist für meine Bedürfnisse völlig ausreichend. Der untere Teil sollte auf jeden Fall aus recyceltem Jeans bestehen, für den oberen Teil habe ich Cord genommen.


Den Übergang zwischen Cord und Jeans habe ich mit Webband und zweierlei Zackenlitze abgesteppt. Die Applikation noch mal im Detail. Das 'O' ist aus dem Futterstoff zugeschnitten.


Witzigerweise gab es einen passenden Baumwollstoff, der als Futterstoff dient und letztendlich Auslöser für die Entscheidung für genau diesen Außenstoff war. Irgendwo habe ich neulich gelesen, dass man auch den Futterstoff einer Tasche gut überlegt auswählen soll, nicht irgendeinen nehmen soll. Hier paßt alles perfekt zusammen. An der oberen Kante der dreigeteilten Innentasche wiederholt sich das Webband mit einer Zackenlitze. Am rechten Rand habe ich einen Karabiner angebracht, zusätzlich einen zweiten am Band auf der anderen Seite.


Die Träger habe ich entgegen der Anleitung nicht fest am Taschenkörper angebracht, sondern Ösen eingearbeitet. Das hatte ich ja schon bei zwei früheren Handtaschen gemacht und es gefällt mir immer wieder gut. Auch sie sind aus Jeans mit einem Stück Kunstleder. Der Kontrast zum Außenstoff gefällt mir so gut.


Endlich habe ich auch die Farbenmixtasche aus dem letztjährigen Adventskalender fertig. Der Grund, dass sie nicht schon längst fertig war, war ganz simpel: mir war das Knopflochgarn, mit dem ich die Träger absteppen wollte, ausgegangen. Und an dieser Stelle war dann sprichwörtlich der Faden gerissen, obwohl ich das Garn ganz schnell nachgekauft hatte. Schon komisch, dass so ein kleines Missgeschick zu dieser langen Pause geführt hat, denn es waren nur noch zwei Tagespunkte, die abgehakt werden mußten. Träger anbringen, Boden einnähen, Wendeöffnung aschließen, Kordel einziehen.


Als Kordelstopper habe ich die Idee aus dem Ebook aufgenommen und ihn aus einem Kunstlederrest selbst genäht, denn für diese dicke Kordel hätte ich wohl kaum einen gefunden.


Die zweite Kordel muß vorerst ohne Kordelstopper auskommen. Da weiß ich momentan noch nicht, welcher Lösung ich den Vorzug geben soll. Auf jeden Fall ist die PacksEin riesig, wenn man den oberen Teil heraus holt. Sie ähnelt dann einem Seesack, deshalb könnte ich sie mir auch gut im maritimen Look vorstellen.


Auch die PacksEin hat eine Innentasche, zweigeteilt mit jeweils einem KamSnap als Verschluss. Auch das Karabinerband darf nicht fehlen.


Verlinkt beim 'Modern Patch Monday'

Sonntag, 7. Mai 2017

Scrappy

Momentan verarbeite ich lauter 2,5 " x 2,5" Scraps. Als ich den ersten Rutsch zugeschnitten hatte, sah es ziemlich wild auf meinem Zuschneidetisch aus. Deshalb habe ich ein paar Pixie Baskets dazwischen geschoben. Im ersten habe ich jetzt den Großteil meiner Clips verstaut.


In Nummer 2 und 3 sind die Scraps einsortiert und ich habe nicht so ein Durcheinander beim Nähen.


Die bunten Scraps waren zum Glück zum größten Teil schon fertig zugeschnitten. Beim Zuschneiden des Unistoffs hatte ich ein Phänomen. Diesen habe ich immer abschnittsweise zugeschnitten. Dabei klebte der Stoff förmlich an meiner neuen Schneidematte und ich konnte die Streifen immer schön in einem Rutsch zuschneiden. So ging das Zuschneiden relativ schnell von der Hand.


Inzwischen sind die Körbchen geleert. 20 Quadrate bestehend aus 8 x8 Scraps. Ich habe die bunten Scraps ohne Plan bunt gemischt.


Daraus entstehen soll eine Kniedecke. Und die Pixie Baskets sind bereit neue Scraps aufzunehmen.
Verlinkt beim 'Modern Patch Monday'.

Montag, 1. Mai 2017

One Pincushion Everyday

Dieses Motto hatte Amanda im letzten Sommer. Genauso wird es bei mir bestimmt nicht laufen, aber an diesem langen Wochenende habe ich tatsächlich jeden Tag ein Nadelkissen genäht. Ich kann ja nicht nur große Kissen nähen, dann haben wir wirklich keinen Platz mehr zum Sitzen. Den Anfang machte diese kleine Nähmaschine mit einer Größe von 4". Das Nadelkissen ist Teil einer Nadelkissensammlung, zu finden hier.


Als nächstes habe ich mir das Herringbone Pincushion aus derselben Anleitung vorgenommen. Das könnte ich mir auch in groß sehr gut vorstellen.


Und wo ich gerade die uni Scraps auf dem Zuschneidetisch liegen hatte, habe ich noch ein Diamond Pincushion genäht. Dieses Nadelkissen habe ich nur nach dem Foto auf Amanda's Blog nachgenäht.


Verlinkt beim 'Modern Patch Monday'.

Sonntag, 30. April 2017

es wird eng auf dem Sofa

Anscheinend bin ich im Kissenwahn, ich kann nicht aufhören neue Muster auszuprobieren. Es gibt einfach so viele schöne Inspirationen. Eine habe ich hier gefunden, die Stoff(reste) stammen aus der Brigitte Heitland-Kollektion 'Spheres', kombiniert mit der hellen Variante des Jeansblusenstoffes, den ich gerne für Kissen verwende.


Die nächste Verführung sah ich bei Dorothee. Und da Dorothee anbot das Muster ihrer Rosette zur Verfügung zu stellen, konnte ich nicht widerstehen. Bei der Stoffauswahl konnte ich mich nicht entscheiden und so habe ich gleich zwei Rosetten genäht. Angefangen zu Heften habe ich am letzten Märztag bei herrlichem Wetter auf der Terrasse. Der erste Tag in diesem Jahr, an dem ich draußen genäht habe.


Das Muster habe ich auf 70 Prozent verkleinert, damit die Rosette gut auf ein 40 x 40 cm Kissen passt.


Als erstes hatte ich aber diese Elisabeth als Mittelpunkt ausgesucht. Als ich im November den Stoff in Köln fand, mußte er einfach mit.


Auch von hinten macht Elisabeth eine gute Figur. Damit die Rosette beim Applizieren nicht verrutscht, habe ich sie mit Sprühkleber auf dem Hintergrundstoff fixiert. Normalerweise arbeite ich nicht gerne mit Sprühkleber, weil ich ungern Chemie verwende, aber da die Kissen sowieso nicht zum Kuscheln gedacht sind, finde ich es in diesem Fall ausnahmsweise OK.


Auch beim zweiten Kissen habe ich eine farblich passende Paspel eingearbeitet.


Beide Kissen in trauter Eintracht auf dem Sofa.


Last but not least muß ich mein Hexiestarkissen noch zeigen. Es wartet immer noch auf die passende Füllung. Für's Foto habe ich es mit zwei 40 x 40 cm Kissen gestopft.


Es wird wohl nicht bei diesen vier Kissen bleiben. So viele schöne Ideen schwirren noch in meinem Kopf.
Verlinkt beim 'Modern Patch Monday'

Samstag, 22. April 2017

mein Osterfest

Jeder hat ja so Traumziele, wo er unbedingt mal hin möchte. Klar habe ich auch exotische Traumziele, von denen ich nicht weiß, ob sie sich jemals realisieren lassen, aber ein realistischer Wunsch von mir war es schon lange, Helgoland mal nicht als Tagesgast zu erleben, sondern zu bleiben, wenn die Tagesgäste die Insel wieder verlassen.


Über Ostern war es soweit. Und ich hatte Glück auf ganzer Linie. Kurzfristig ein Zimmer bekommen, und auf das richtige Schiff gesetzt zu haben, denn am Anreisetag fuhr nur dieses eine. Und auch seefest zu sein, was um mich herum leider viele nicht waren. Und das Wetter auf der Insel war dann nicht ganz so schlecht wie vielerorts; kein Frost und nur wenige einzelne Regenschauer.


Der Lummerfelsen mitsamt langer Anna war von Dreizehenmöwen, Eissturmvogel, Trottellummen und Basstölpeln übervölkert.



Und ich hatte wieder Glück, denn der Schwarzbrauenalbatros, der seit 2014 immer mal wieder auf Helgoland gesichtet wird, machte zeitgleich Station dort. Eigentlich war ich am Abend nur noch mal Richtung Lummerfelsen gegangen, um den wunderschönen Sonnenuntergang zu geniessen.


Die Fotografen lagen ihm förmlich zu Füßen. Und das ist wirklich wörtlich zu nehmen. Dieser Anblick wäre auch ein Foto wert gewesen, aber ich hätte wohl eine Menge verständnisloser Blicke dafür geerntet, und so habe auch ich mich auf den Star am Lummerfelsen beschränkt.


Er sieht so wie er da hockt ganz unspektakulär aus und man könnte ihn glatt übersehen. Interessanter ist sein Anblick im Flug.


Leider breitete er so lange ich dort ausharrte nicht seine Flügel aus, sondern saß nur da und beobachtete völlig gelassen die zahlreichen Fotografen, die sich ihm vis-à-vis drängten.

Gleich daneben turtelten und bekämpften sich die Basstölpel.



Leider macht sich die fortschreitende Umweltverschmutzung auch am Lummerfelsen bemerkbar. In vielen Nestern sieht man Kunststoffseile und Teile von Netzen in orange und blau, die die Basstölpel nichtsahnend aus dem Meer fischen.


Ein Basstölpel hatte sich mit einem Fuß hoffnungslos in einem verfangen und hing ohne Aussicht auf Hilfe im Felsen. Ein anderer hatte sich mit einem Seil stranguliert. Beides ganz traurige, geradezu deprimierende Anblicke.

Endlich hatte ich auch Zeit zur Düne rüber zu fahren.

 



Die Ruhe und Einsamkeit der Fotos täuscht, denn am Strand lagen unzählige Kegelrobben und Seehunde und dösten in der Sonne. Teils in großen Gruppen, aber auch einzeln weiter oben auf dem Strand, so dass man aufpassen mußte nicht über sie zu stolpern.


Auf der Überfahrt und an den Abenden habe ich gestrickt was das Zeug hält. Im Februar hatte Catrin die Anleitung für den SternenLiebe-Loop veröffentlicht. Es fehlten nur noch ein paar Runden und der Loop hat mir auf Helgoland gute Dienste geleistet, liegt er doch schön eng am Hals und lässt keinen Wind durch.


Statt wie in der Anleitung angegeben 7 bis 8 Musterfolgen habe ich nur 5 Sternereihen gestrickt, denn so erkennt man die Sterne auch im getragenen Zustand sehr schön.


Gestrickt ist er aus Zitron 'High Twist Concept' und hat genau die Farbe meines Bodendeckers im Steingarten, der gerade blüht.

Donnerstag, 13. April 2017

das etwas andere Osterei - das Bügelei

Gut gebügelt ist halb gewonnen. Bei einer Blogrunde bin ich auf ein Bügelei fürs das Bügeln von Abnähern gestoßen, das man dort käuflich erwerben konnte. Nach weiterem Suchen habe ich auch eine Anleitung für so ein Bügelei gefunden, klick. Ich habe mich für die kleinere Variante entschieden. Für die eine Seite habe ich einen Wollstoff genommen,


für die andere Seite Jeans einer Männerjeans, ohne Elastan. Innen ist zusätzlich Nessel, falls sich die Außenstoffe beim Füllen doch dehnen.


Mein Bügelei habe ich mit Stoffschnipseln gefüllt, von denen ich ja mehr als reichlich habe, und so prall bis auch wirklich nichts mehr rein paßte.

Donnerstag, 6. April 2017

Give me a smile

Emojis sind im WhatsApp-Zeitalter nicht mehr wegzudenken. Nachdem es sogar ein Fechter-Emoji gibt vermisse ich nur ein Nähmaschinen-Emoji. Vielleicht gibt es ja eins beim nächsten Update. Nun durfte ich Claudias neuestes Freebook, ein PP-Emoji, testen. Ich liebe einfach das Nähen  auf Papier und hatte auch gleich das fertige Kissen vor Augen. Türkisblauer Hintergrund, weil Lieblingsfarbe der großen Tochter, die Augen sind noch ein Rest vom Kleid zur Einschulung. In die Kante der Kissenhülle wollte ich eigentlich eine Bommelborte nähen, aber die gab es leider nicht in Dunkelblau oder einer anderen passenden Farbe. Das wäre ein Winterartikel wurde mir beim hiesigen Stoffdealer gesagt. Nun denn. So ist es auf Wunsch meiner Tochter eine Zackenlitze geworden, die man auf dem Foto leider nicht gut erkennen kann.


Verschlossen wird dieses Kissen statt mit einem Reißverschluß mit drei KamSnaps. Auf diesem Bild kann man auch die Zackenlitze ein wenig besser erkennen.


Das Kissen soll das große Tochterkind begleiten, wenn sie im Sommer allein über den großen Teich fliegt.

Donnerstag, 30. März 2017

eine neue Frau Fannie und ein neues Buch

Zugeschnittten war mein neues Kleid schon lange, aber dann kamen andere Versuchungen dazwischen. Den Schnitt "Frau Fannie" von Schnittreif liebe ich, das Kleid ist so herrlich bequem.


Außerdem hat das Kleid Taschen. So wird es wohl nicht die letzte 'Frau Fannie' bleiben.


Und wo gerade blaues Garn in der Overlock eingefädelt war, habe ich mal gleich das nächste Teil zugeschnitten. Schließlich stapeln sich die Stoffe schon als wollte ich demnächst einen eigenen Laden eröffnen.


Aus dem obersten Stoff habe ich eine verschlusslose Jacke genäht. Der Schnitt stammt aus einer Ottobre Woman und stand schon länger auf meiner To-Do-Liste, ich hatte nur noch nicht den passenden Stoff gefunden.


Auch wenn es auf dem Foto so aussieht, die Vorderteile sind gleich lang. Auf dieses Detail hat die Fotografin leider nicht geachtet. Das Rückenteil ist etwas länger geschnitten, was mir sehr gut gefällt. Glücklich bin ich auch, dass ich nach langem Suchen ein Garn gefunden habe, das nicht zu stark auffällt. Alternativ hätte ich die Kanten mit meiner Overlock mit versenktem Messer abgesteppt, aber so gefällt es mir besser.


Die Jacke war obendrein ruckzuck genäht und ich kann mir durchaus vorstellen, sie noch einmal in einer anderen Farbe zu nähen.


Genau zur richtigen Zeit hat mir der Stiebner Verlag ein neues Buch zur Verfügung gestellt, "Richtig nähen mit Overlock- und Coverlockmaschinen".


Ich war schon länger auf der Suche nach einem guten Ratgeber was das Nähen mit meiner Overlock angeht. Was mir an diesem Buch auf Anhieb gefällt sind die vielen anschaulichen Farbfotos. Das ist ein ganz großes Manko bei der Bedienungsanleitung meiner Overlock, die ich regelmäßig verfluche, wenn die Knotentechnik beim Fadenwechsel nicht funktioniert und ich das Garn manuell einfädeln muß. Dann sitze ich da mit den klitzekleinen Zeichnungen und versuche zu entziffern, wie denn die Fadenführung noch mal war.


Wer gerade mit dem Gedanken spielt sich eine neue Maschine zu kaufen, findet am Anfang eine Übersicht der gängigen Overlock- und Coverlockmaschinen, ihre Gemeinsamkeiten und Unterschiede. Anschließend gibt es eine ausführliche Übersicht der verschiedenen Nähmaschinennadeln und Nähgarne, sowie Nähfüße und Kantenführungen.
Das nächste Kapitel umfaßt allgemeine Grundlagen des Nähens mit der Oberlock- bzw. Coverlockmaschine bevor im nächsten Kapitel das Zusammennähen von Kleidungsstücken erklärt wird. Im letzten Kapitel werden Zierstiche und spezielle Verarbeitungsmöglichkeiten beschrieben. Die einzelnen Kapitel sind sehr übersichtlich gestaltet. und obwohl es mit 171 Seiten ein sehr umfangreicher Ratgeber ist, ist es nie unübersichtlich.
Eine sehr gute Idee ist die einzelnen Kapitel des Buches seitlich farblich zu kennzeichnen. So muß man nicht groß suchen, wenn man schnell mal etwas nachschlagen möchte.