Samstag, 18. November 2017

neue Bücher im Regal

Die letzten Wochen war eine Flaute an der Nähmaschine, nur neue Gardinen für das frisch renovierte Zimmer meiner Großen waren drin. Um so lieber habe ich abends nach getaner Arbeit in Zeitschriften und Büchern geblättert. Schließlich liegt Weihnachten vor der Tür. Dabei lagen auch zwei neue Bücher auf dem Stapel.
Das erste Buch heißt "Jelly Roll Quilts" von Pam & Nicky Lintott und ist im Stiebner Verlag erschienen.


Das Buch enthält 15 Modelle aus Jelly Rolls. Dabei gefällt mir, dass die Quilts unterschiedliche Stilrichtungen bedienen, es gibt sowohl eher traditionelle Muster, wie der Quilt vom Buchumschlag, als auch viele moderne Muster, so dass für jeden Geschmack etwas zu finden ist.



Die Anleitungen sind in Inch, beim Materialverbrauch sind sowohl englische als auch metrische Maße angegeben. Bis auf einen Quilt basieren alle Anleitungen auf einen kompletten Jelly Roll. Die Anleitungen sind ausführlich und gut bebildert. Im Anhang sind noch die wichtigsten Grundtechniken, die man für das Nähen der Quilts braucht, erklärt.

Das zweite Buch heißt "Geschenkideen zum Selbernähen" von Alexandra Bénonie und Anais Malfilatre und ist ebenfalls im Stiebner Verlag erschienen. Darin werden 21 Geschenkideen für unterschiedliche Altersgruppen gezeigt, die mit wenig Aufwand genäht werden können.


Den Anfang machen Geschenke für Babys wie ein Tragetuch, eine praktische Wickelunterlage für unterwegs, ein ratzfatz genähtes Schnullertuch oder eine Einschlagdecke.
Bei den Geschenken für ältere Kinder ist mein Favorit das tragbare Puppenhaus, das man unten links auf dem Buchumschlag sieht, da bin ich fast schon ein wenig traurig, dass meine Töchter dem Puppenhausalter entwachsen sind. Für kleine Jungs gibt es einen Spielteppich, den man für unterwegs äußerst praktisch zusammenfalten und verschließen kann. Aber auch verschiedene Capes sind ein tolles Geschenk, denn welches Kind verkleidet sich nicht gerne.


Für Jugendliche gibt es Anleitungen für warme Stulpen, Loop und Schal, eine modische Umhängetasche und ein Täschchen für den Ebookreader oder ein kleines Tablet. Bei den Geschenken für Erwachsene gefällt mir am besten die Kuchentragetasche.
Die Anleitungen sind ausführlich und gut bebildert. Besonders gut gefällt mir, dass die beiden doppelseitig bedruckten Schnittmusterbögen sehr übersichtlich sind und farblich gestaltet, so dass man nicht ewig nach dem Schnitt suchen muß. Ich finde nichts nerviger, wenn man loslegen will, aber schon viel zu viel Zeit bei den Vorbereitungen verschwendet.
Beide Bücher wurden mir wieder freundlicherweise vom Stiebner Verlag zur Verfügung gestellt.

Freitag, 27. Oktober 2017

Jetzt wird's hyggelig

Hygge/hyggelig liest man seit geraumer Zeit an jeder Ecke. Mir war der Begriff neu, bis mein Mann Anfang des Jahres beim Schuhkauf in Köln lieb verpackte Sockenwolle mitsamt Anleitung und Stricknadeln geschenkt bekam. War ursprünglich als Weihnachtsgeschenk des Schuhgeschäfts gedacht, aber offensichtlich wurden vor Weihnachten weniger Schuhe verkauft als geplant, und so gab es auch Mitte Januar noch Geschenke. Da der Mann weder Stricken kann noch orangebraune Socken trägt, wanderte die Tüte gleich in meinen Besitz. Und ich war auch ohne neue Schuhe glücklich.


Und weil ich Socken immer nur nebenbei im Wartezimmer oder sonstwo unterwegs stricke, ist dieses Paar auch erst jetzt fertig geworden. Eigentlich ein gutes Zeichen, dass wohl im Laufe des Jahres nur wenig Arztbesuche nötig waren. Und wie es aussieht kann man die Socken sicher bald brauchen.


Schon länger fertig ist mein Schulterwärmer nach einer Anleitung von Angelika. Damit das Grau auf die Dauer nicht zu langweilig wird, habe ich ein Mohair Garn mit winzigen Pailetten mitlaufen lassen. Die Pailetten sind so dezent, dass man sie auf dem Foto kaum erkennen kann.

Donnerstag, 26. Oktober 2017

Buchvorstellungen zum Thema Kleidung nähen

Zwei neue Bücher sind bei mir eingezogen, die ich euch vorstellen möchte. Das erste Buch stammt aus der Feder von Caroline Hulse und trägt den Titel 'Weekend Style'.


Es enthält 14 einfache Modelle, die ohne großen Aufwand genäht werden können. Die meisten Outfits sind eher sommerlich und nichts für die derzeitige Jahreszeit, aber man kann ja mal mit der Umhängetasche oder dem Rock aus glitzerndem Material für die nächste Party beginnen.


Zu Beginn wird das nötige bzw. hilfreiches Werkzeug vorgestellt und verschiedene Stoffarten beschrieben. Sehr hilfreich finde ich den Tipp wie man die Elastizität eines Stoffes prüfen kann und die Seite mit den Pflegehinweisen für die einzelnen Stoffarten. Die einzelnen Schnitte findet man als PDF-Dateien auf der mitgelieferten CD. Kein mühsames Raussuchen des Schnittes von einem Schnittmusterbogen. Die Anleitungen sind sehr detailliert mit anschaulichen farbigen Zeichnungen zu den einzelnen Nähschritten. Auch wie man den Schnitt auf die eigenen Körpermaße abändern kann wird in einem eigenen Kapitel erklärt.  Das Buch ist ideal für Nähanfänger.

Das zweite Buch trägt den Titel 'Kleidung - Das umfassende Handbuch für Nähen und Schneidern' von Jules Fallon. 


Und der Titel hält was er verspricht, auf 256 Seiten bleibt keine Frage offen. Zunächst geht es um die nötige Ausrüstung. Es werden Handnähnadeln und Maschinennadeln beschrieben, die verschiedenen Scherenarten, der Aufbau einer Nähmaschinen inklusive der wichtigsten Nähmaschinenfüßchen. Nicht zu vergessen Garne und Einlagen und über sechs Seiten die verschiedenen Stoffarten und für welche Kleidungstücke sie geeignet sind. Ebenso ausführlich widmet sich Jules Fallon dem Zuschneiden und Markieren. Die Anleitungen sind sehr gut bebildert, sowohl durch Zeichnungen als auch mit Schritt-für-Schritt-Fotos. Bei jedem Kapitel gibt es in gesonderten Kästchen den 'Extratipp' und die Rubrik 'Hilfe'. Das Buch ist ein idealer Begleiter für Nähanfänger, aber auch Fortgeschrittene werden den einen oder anderen Tipp finden, den sie noch nicht kannten.

Beide Bücher wurden mir vom Stiebner-Verlag zur Verfügung gestellt. Meine Meinung dazu ist ehrlich und nicht käuflich.

Montag, 23. Oktober 2017

Für die Reise

Zu Beginn der Sommerferien bekam nun auch das jüngere Tochterkind die feste Zahnspange. Da sie vorher schon nicht das gründliche Zähneputzen erfunden hatte, bekam sie nun eine elektrische Zahnbürste, damit das Zähne-Richten sich auch längerfristig lohnt. Die neue Zahnbürste paßt nun aber nicht in die handelsüblichen Köcher. Kurz vor dem Sommerurlaub erschien im Snaply-Magazin eine Anleitung für ein Zahnputz-Etui, in dem auch eine elektrische Zahnbürste mitsamt Zahnpastatube und Handzahnbürste Platz hat.


Da ich Sorge hatte, dass die KamSnaps aus dem transparenten Wachstuch schnell ausreißen, habe ich für die Klappe statt durchsichtigem Wachstuch zwei Lagen der beschichteten Baumwolle mit Schrägband eingefasst.


Beim transparenten Wachstuch sind jeweils Kreise aus Kunstleder mit Hilfe von Stylefix Patches unter die KamSnaps geklebt und machen diese Stellen hoffentlich haltbarer.


Verlinkt beim 'ModernPatchMonday'.

Freitag, 20. Oktober 2017

Wolkig

Voller Elan hatte ich mir vor unserem Sommerurlaub die neue Anleitung von Martina Behm für den Loop "Wolkig" ausgedruckt. Ich fand, dass sei das ideale Urlaubsprojekt. Bei der Auswahl der Wolle habe ich mich für das feine Yak-Garn von Zitron in einem knalligen Brombeerton entschieden, die Farbe kann meine Kamera leider längst nicht so schön wiedergeben. Wenn es draußen schon wolkig ist, habe ich gerne Farbe um den Hals. Aber schon nach ein paar Zentimetern war Schluss, mir fehlten ein paar Maschen. So ging das einige Male und ich war kurz davor alles in die Ecke zu werfen.


So einfach das Muster im Prinzip ist und man es auch schnell im Kopf hat, so tricky ist der schräge Musterverlauf. Er verzeiht einfach keine Fehler, denn merkt man es zu spät, kann man nicht einfach die Maschen fallen lassen und korrekt wieder aufnehmen, sondern muß Reihe für Reihe rückwärts stricken. Oder gleich neu anfangen.


Nach diversen Neuanfängen bin ich dazu übergegangen die Maschen ständig mitzuzählen. Was das Vorankommen nicht wirklich positiv beeinflußt, aber ich mußte nun wenigstens nicht mehr so oft rückwärtsstricken.


So sehr mir der Loop gefällt, er wird wohl ein Einzelstück bleiben, denn das Stricken muß mir auch Spaß bringen und darf nicht in "Arbeit" ausarten.


Aber zum Glück gibt es noch so viele andere Muster, die es lohnt auszuprobieren, dass es schlimm ist ein Einzelstück gestrickt zuhaben.

Mittwoch, 4. Oktober 2017

Tierisch (gut)

Als ich vor ein paar Wochen Motive für die Untersetzer suchte, kam mir der Gedanke, dass viele der Stoffe auch für Polaroidblöcke geeignet wären. Von den Tierköpfen habe ich gleich 16 Motive für ein Kissen zugeschnitten.


Weitere 16 Motive für ein zweites Kissen zu finden war schon ein wenig schwieriger, aber ich habe sie in meinem Stash gefunden. Genäht habe ich alle Polaroidblöcke nach dem Tutorial der Modern Cologne Quilter.


Da ich gerne wie bei Sandra die Motive mit einem Schatten versehen wollte, habe ich mich am nächsten Tutorial orientiert. Und gleich alle Schattenstreifen zugeschnitten, denn Kettenähen geht bekanntlich viel schneller.


Aber, oh Schreck, die Streifen waren zu kurz. Ich bekam Schweißausbrüche was nicht am Wetter lag und Schnappatmung, denn vom dunklen Stoff hatte ich nicht mehr genug, um den Fehler zu beheben. Ich wollte auch nicht erst neuen Stoff kaufen, ich wollte nähen! Nur warum paßte es nicht?


Hätte ich besser einen Probeblock genäht, bevor ich alle anderen zuschneide? Ich hatte aber doch alles nach Anleitung zugeschnitten und genäht. Und so viele andere hatten nach diesem Tutorial genäht. Es mußte stimmen! Also alles noch einmal durchgelesen, auch das englische Original. Und irgendwann fand ich die Lösung, ich mußte die fertigen Blöcke noch mal auf 3" x 3,5" stutzen. Das hatte ich wohl beim ersten Mal überlesen. Das neuerliche Zuschneiden war zwar ziemlich nervig, weil ich Blöcke ja alle schon auf das ursprünglich Maß von 3,5" x 4" zugeschnitten hatte und das nun doppelte Arbeit bedeutete, aber immer noch besser als alle zugeschnitten Schattenstreifen in die Tonne zu werfen.


Als Hintergrundstoff habe ich ein graues Leinen genommen, dass ich mal vor längerer Zeit günstig als Reststück erstanden hatte. Ich hoffe, es knittert nicht zu stark, aber ich wollte auch nicht extra wieder Stoff kaufen. Die Kissenplatten hatte ich vor unserem Urlaub fertig, aber die endgültige Fertigstellung hat sich dann doch noch mal hingezogen.


Erst fehlten die Reißverschlüsse, dann die Zeit. Aber den trüben Feiertag gestern konnte ich gut nutzen und jetzt habe ich zwei neue Hingucker auf dem Sofa.


Verlinkt beim "ModernPatchMonday".

Dienstag, 26. September 2017

Stilvoll Stoffkaufen

Vor ein paar Tagen fiel mir ein Comicdruck in die Hände, den ich vor längerer Zeit gekauft hatte. Schon beim Kauf hatte ich vor daraus einen Stoffbeutel zu nähen.


Bei meinen Einkaufsbeuteln ist mir wichtig, dass ich sie möglichst klein zusammen gerollt in meiner (Hand)Tasche verstauen kann. Und extra Täschchen, in denen ich den Stoffbeutel verstauen kann, finde ich eigentlich eher lästig. 


Bei einem älteren Beutel hatte ich es mal mit einem Stück Gummiband, das um einen Knopf gelegt wird, versucht. Noch besser gefällt mir aber der schmale Riegel in der Seitennaht, der mit einem KamSnap geschlossen wird. Bei der nächsten Tasche werde ich ihn allerdings einen Zentimeter länger machen, aber hier hatte ich nicht mehr Stoff, und schließen lässt er sich ja. Oder ich versuche mal ein Stück Gummiband in die Seitennaht zu legen.


Apropos Seitennaht: die Nähte sind allesamt sogenannte französische Nähte. So ist die Tasche innen perfekt versäubert und durch die doppelte Naht auch stabil, falls ich mal schwere Dinge als Stoff darin transportieren möchte. 


Die Träger habe ich fünffach abgesteppt. Das macht sie ebenfalls stabil und sie liegen außerdem schön griffig in der Hand und rollen sich nicht so ineinander.



Nun steht dem nächsten StoffEinkauf nichts mehr im Wege.


Verlinkt beim "ModernPatchMonday"

Donnerstag, 21. September 2017

Der ganz normale Wahnsinn

Eigentlich dachte ich nach der Sommerflaute im Nähzimmer, nun, da der Herbst eindeutig Einzug gehalten hat, dass ich wieder öfter an die Nähmaschine komme.  Schließlich hatte ich das Kleid aus dem letzten Post trotz aller widriger Umstände just in time fertig bekommen. Aber ich hatte nicht damit gerechnet, dass mir das Leben dazwischen kommt, der ganz normale Wahnsinn eben.
So blieb nur Zeit für Kleinigkeiten wie diese Rollschneider-Garagen. Zwei wurden gleich verschenkt, die Dritte blieb bei mir.


Regina Grewe bat in einem der letzten Newsletter um Unterstützung bei einem Tierschutzprojekt. Regina bittet darum Wärmeknochen zu nähen, die gefüllt auf dem Weihnachtsmarkt am Schiffshebewerk Henrichenburg zu Gunsten des Tierschutzvereins Oer-Erkenschwick verkauft werden. Die Wärmeknochen sind wirklich ganz schnell genäht und man kann dafür wunderbar Reste verwenden. Alle wichtigen Informationen und die Vorlage für den Wärmeknochen findet ihr hier. Vielleicht mag ja die eine oder andere auch helfen.


Ganz ohne Nähen sind meine neuen Kabelbinder nach einer Anleitung von Luziapimpinella entstanden. Man braucht lediglich einen Rest (Kunst)leder und KamSnaps und in kürzester Zeit entstehen diese kleinen Ordnungshelferlein.


Donnerstag, 7. September 2017

Eine Frau Fannie mit Hindernissen

Einer meiner Lieblingskleiderschnitte ist Frau Fannie von Schnittreif. In allen möglichen Variationen habe ich das Kleid schon für mich und meine Töchter genäht. Da der Herbst schon die ersten Boten sendet, wollte ich eine schlichte Frau Fannie aus kuscheligem Sweat nähen. Wenn man einen Schnitt schon mehrfach genäht hat, geht selbst das Zuschneiden fast von allein. Aber dieses Mal ging es überhaupt nicht leicht von der Hand. Egal wie ich die einzelnen Teile legte, es passte nicht. Irgendwann kam mir die Idee, mal den Stoff auszumessen, und siehe da es fehlten 15 cm. Das konnte nicht am vorherigen Waschen liegen. Reklamieren konnte ich den Stoff aber nicht mehr, da vorgewaschen und ich den Stoff schon angeschnitten. Da ist man in unserem Stoffladen rigoros, egal wie oft man dort schon gekauft hat. Hätte eh nichts gebracht, der Stoff war auch nicht mehr vorrätig. Aber in Zukunft passe ich besser auf.


Irgendwie habe ich es dann doch noch hinbekommen, in dem ich die Schnitteile der Ärmel und Taschen noch mal ausgedruckt habe, damit ich die Teile einzeln auf dem Stoff auslegen und somit die Teile besser schieben konnte. Und notgedrungen hat meine Frau Fannie dreiviertel Ärmel bekommen, sonst hätte alles Schieben nicht geholfen. Aber diese "Notlösung" gefällt mir im Nachhinein richtig gut, gibt sie dem doch recht schlichten Kleid ein wenig Pfiff.


Und ich liebe dieses Kleid schon jetzt, es trägt sich sehr angenehm und läßt sich super kombinieren. Nur fotografieren ließ sich der schwarze Sweat ganz schlecht.

Montag, 21. August 2017

Auf Reisen

Dieses Jahr waren wir zum ersten Mal seit 11 Jahren nur mit einem Kind im Urlaub und so durfte das Tochterkind bestimmen, wohin die Reise geht. Und ihr Wunsch lautete zum Bodensee. Da wir vor drei Jahren nur einen Teil des Bodensees bereist hatten, waren auch die Eltern von dem Reiseziel mehr als angetan. Dieses Mal haben wir auf der anderen Seite des Sees unsere Zelte aufgeschlagen, in Bregenz. Wer mir auf Instagram folgt, hat unsere Reise dort schon verfolgen können. Berühmt ist die Stadt für ihre Festspiele und außerhalb der Vorstellung  hat man freien Zugang zur Seebühne.


 Auch die Seepromenade läßt zum Verweilen ein.




Aber auch in der Stadt gibt es viel zu entdecken. Wer wußte, dass man in Bregenz die mit 57 cm schmalste Hausfassade findet?


Oder ein Pedant zum Brüsseler "Manneken Pis"?


Und diese beiden Quilts in der Herz-Jesu-Kirche ließen mein Quilterherz höher schlagen.



Ein absolutes Muss ist die Fahrt auf den Bregenzer Hausberg, den Pfänder. Schon der Blick auf die Häuser am Fuße des Pfänder ist toll, aber noch besser dann der Blick über den ganzen Bodensee bis nach Konstanz. Von dort oben hat man des besten Blick auf die Rheinmündung und erkennt gut die unterschiedlichen Farben von Rhein und Bodensee.


Gegenüber die Insel von Lindau. Dort waren wir auch, Bilder von dort und aus St. Gallen, wo wir vor drei Jahren auch schon waren, schenke ich mir mal, sonst endet der Bericht nie.


Bei so schönem Wetter macht das Wandern um so mehr Spaß und zu entdecken gibt es auch immer was.


Und der Bergkäse von hier oben schmeckt so was von lecker, was bei diesen saftigen Wiesen kein Wunder ist.


Wer auf dem Jakobsweg wandert, kommt an der Trögenkapelle vorbei.


Mindestens genauso schön und imposant ist aber der Blick vom Karren in Dornbirn. Auf der Panormaplattform über dem Abgrund zu schweben ist nichts für schwache Nerven.


 Aber der Blick über Dornbirn herüber zur Schweiz und bis zum Bodensee einmalig.


Und ein toller Ort für einen Heiratsantrag. Da kann die Braut nicht anders als "Ja" sagen.


Beim Abstieg vom Karren kommt man durch die Rappenloch- und die Alplochschlucht.




Der Blick vom Karren ist so einmalig, dass wir gleich noch einmal an einem der darauffolgenden Abenden hochgefahren sind um den Sonnenuntergang und das Lichtermeer im Dunkeln zu genießen.




Nicht weit entfernt von Bregenz ist das Fürstentum Lichtenstein. Leider kann man die Burg in Vaduz nicht besichtigen.


 Aber so blieb Zeit für einen Stadtbummel durch Vaduz.


Aber der Höhepunkt unserer Reise war zweifellos der Besuch von Schloß Hohenschwangau


und ganz besonders Schloß Neuschwanstein. Dieses Schloß zu besichtigen, davon habe ich schon als Teenager geträumt, aber nie war ich auch nur annähernd in der Umgebung, dass ein Besuch möglich gewesen wäre. Der Blick von der Marienbrücke ist so kitschig schön, man kann sich einfach nicht sattsehen daran. Und da das allen Besuchern so geht, muß man nicht nur am Ticketschalter Geduld mitbringen, sondern auch an der Marienbrücke.


Bei dieser Kulisse hoch über der Pöltenschlucht kann ich Ludwig II. gut verstehen, dass er genau hier sein Märchenschloß bauen ließ. Ich konnte die Finger nicht vom Auslöser meiner Kamera lösen.


Die Fingerhutausbeute war ausgezeichnet, ich brauche so langsam einen zweiten Setskasten.


Damit das jetzt nicht als reiner Reisebericht endet, zeige ich euch noch zwei kuschelige Autokissen, die ich kurz vor unserem Urlaub noch nach einer Anleitung von Karin genäht habe. 


Der Clou des Kissen ist, dass es in der Mitte nicht gefüllt ist und dort der Sicherheitsgurt liegt und man es sich so auf der langen Autofahrt schön gemütlich machen kann, wenn man das Gück hat Beifahrer zu sein. Die kleine Tasche nimmt das Handy auf zum Musikhören während der Fahrt.